Mein Blog

 

WTS Stockholm

WTS Stockholm

WTS StockholmMein erster Start beim WTS Rennen in Stockholm fand leider nicht im Rahmen der Nationalmannschaft statt, dennoch entschloss ich mich zu der Reise und machte mich privat auf den Weg nach Schweden. Alleine war ich jedoch nicht unterwegs, denn für die optimale Betreuung an der Strecke hatte ich meine zwei Elite Coaches Julia Seibt und Fjordor Weis akkreditiert. Zudem begleitete uns Petko Beier und hielt alle entscheidenden Momente im Bild fest.

Dass Stockholm ein sehr ehrliches Rennen ist, war mir im Vorfeld klar, daher freute ich mich auch besonders auf diesen Wettkampf. Die Radstrecke führt über verschiedene Kopfsteinpflasterpassagen, hat viele Kurven mit entsprechenden Antritten und einen kleinen Hügel, den man in der Wechselzone erklimmt. War die Schwimmstrecke bei der Besichtigung am Freitag noch flach, sah es am Samstag ganz anders aus. Der Wind sorgte für reichlich Wellengang und die Wassertemperatur versprach Neopflicht. Beides nicht unbedingt meine liebsten Bedingungen, doch sollte ich heute vielleicht mit diesem Vorurteil brechen?

Das Line-up verlief ganz anders als erwartet. Ich hatte darauf spekuliert, dass sich alle Athleten auf die linke Seite stellen würden, doch zu Beginn war es nur Mario Mola. Varga, Schoeman, Brownlee und viele weitere schnelle Schwimmer stellten sich auf die rechte Seite. Ich blieb meiner Entscheidung treu und ging in die Mitte mit einer Tendenz nach links. Scheinbar eine gute Entscheidung, denn ich kam super weg und positionierte mich am Ende der Spitzengruppe.

Mit einem schnellen Wechsel saß ich anschließend auch sicher in der ersten Radgruppe. Hier hielten wir das Tempo zwar hoch, gingen aber definitiv nicht an unser Limit. Trotzdem verzeichneten wir auf den ersten Runden einige Verluste, sodass wir am Ende noch 6 Athleten waren. Zwischendurch wuchs unser Vorsprung auf eine Minute an, doch gegen Ende drehten die Verfolger nochmal ordentlich auf und verkürzten den Vorsprung bis zum zweiten Wechsel auf etwa 45 Sekunden. Erneut gelang mir ein fixer Wechsel und ich stürmte als erster auf die Laufstrecke. Die ersten Meter konnte ich mich sogar an die Fersen von Jonathan Brownlee heften, entschloss mich dann aber für mein eigenes Tempo. Zusammen mit Aaron Royle absolvierte ich so die ersten drei Laufrunden. Mit jeder Runde war unser Vorsprung auf die Verfolgergruppe geschmolzen. Als wir auf die abschließende Laufrunde gingen, war es dann um uns geschehen. Dennoch bestand der Traum vom ersten WTS Podest die ersten 7,5km. Realistisch betrachtet war mir aber klar, dass von hinten ein paar ganz gefährliche Leute kamen. Als die Gruppe zum Überholvorgang ansetzte legte ich nochmal einen Zahn zu und konnte tatsächlich mit der Gruppe weiter laufen. Auf den letzten 1,5km wurde es dann nochmal richtig schnell und ich musste reißen lassen. Schnell merkte ich jedoch, dass auch Mola und Bishop ihre Probleme hatten, dem Tempo zu folgen. Mit einem langgezogenen Sprint arbeitete ich mich wieder zwei Positionen nach vorne und sicherte mir im Ziel den 5. Platz. Mein bisher bestes WTS Ergebnis und dies auf der olympischen Distanz!

Ganz besonderen Dank an meinen Trainer Dan Lorang, so muss Teamwork funktionieren :-)!

Nun wird weiter konzentriert gearbeitet, nächstes Rennen wird der Weltcup in Huelva am 24.09.

Zugehörige Artikel