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WTS Yokohama

Dieses Jahr läuft's bei mir....NICHT!

Auch das dritte Rennen lief nicht wirklich nach Plan, nach einem Sturz in Abu Dhabi mit DNF und dem Rennen in Kapstadt wo ich mich bereits im Übertraining befand war der Akku nun hier in Yokohama nur zur Hälfte wieder gefüllt.

 

Prinzipiell kann ich mir nichts vorwerfen, ich habe alles versucht und es hat einfach nicht gereicht. Wenn ich mir überlege, dass ich noch vor einer Woche mit Dan diskutiert habe ob ich überhaupt fliegen soll, war eigentlich klar, dass wir es auf jeden Fall versuchen. Auch wenn die Generalprobe mal völlig in die Hose ging, merkte ich jedoch, wie es mir jeden Tag ein wenig besser ging. Auch vor dem Rennen war das Gefühl wieder deutlich besser, sonst wäre ich auch nicht an den Start gegangen. Doch nach einer Rennstunde war bei mir der Tank leer, beim Laufen zogen wir dann die Reißleine für mich und beendeten das Rennen. Auch wenn dies vorher als Option besprochen wurde, ist es immer hart, ein Rennen nicht ins Ziel zu bringen. Aber auch hier haben wir die richtige Entscheidung getroffen. Was hätte mir ein Platz jenseits der Top 20 auch gebracht, außer dass ich mich wieder tiefer in mein Loch schaufele?

Damit ich wenigsten mit einem positiven Gedanken nach Hause fliege, gebe ich mich mit dem Schwimmen zufrieden. Das Hafenbecken war durch den starken Wind sehr rau und wellig, was prinzipiell nicht so meine Stärke ist. Wenn man dann bedenkt, dass ich mich sechs Wochen mit Schulterproblemen plagte, dann kann man mit dieser Schwimmleistung doch ganz zufrieden sein.

Auf dem Rad schloss das Feld relativ schnell zusammen. Auf dem verwinkelten Kurs konnte ich mich zu Beginn noch recht gut im vorderen Teil aufhalten. Nach und nach schwanden aber die Kräfte und ab 20km spülte es mich immer weiter nach hinten. Auf der letzten Runde nahm ich noch mal allen Mut zusammen und fuhr meinen bekannten und riskanten Nieschlag-Style, welchen ich wohl von meinem Bruder übernommen habe. Solange man nicht stürzt ist er aber sehr effektiv und ich konnte mich innerhalb einer Runde wieder nach vorne schieben. Der Wechsel lief auch noch glatt, aber dann stand auch schon der Mann mit dem großen Hammer vor mir.

Doch ich wollte nicht gleich aus dem Rennen aussteigen, vielleicht würden sich die Beine ja noch freilaufen. Dem war leider nicht so....den Rest der Story kennt ihr bereits.

Wie geht es jetzt weiter?

Ich muss sagen, dass weiß ich auch noch nicht genau. Vorerst werde ich mal wieder die Beine hochlegen und den Körper zu Ruhe kommen lassen. Im Juni geht’s dann ins Höhentrainingslager nach St. Moritz und dann werde ich voraussichtlich mein „Comeback“ beim WTS Heimrennen in Hamburg geben.