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IM 70.3 Kraichgau

Nach einer gefühlten Ewigkeit habe ich mich am vergangenen Wochenende erneut an die Startlinie getraut. Nach einem langen Winter mit Höhen und Tiefen wurde es langsam Zeit die Saison 2024 einzuläuten. Nach der WM in Lahti habe ich einen Entschluss gefasst und die Suche nach einer Lösung meiner Achillessehnen-Problematik maximiert. Ich habe diverse Arzttermine über mich ergehen lassen, viele Dinge ausprobiert und meine Lauftechnik komplett umgestellt.

Nicht immer waren die Veränderungen und Therapien hilfreich, aber manchen Dingen muss man auch etwas Zeit lassen und so blieb ich die letzten Monate dran und glaubte an ein Comeback.

Das Rennen hat nun gezeigt, dass wir auf einem guten Weg sind, aber auch nocheiniges an Arbeit vor uns liegt. Die Achillessehnen haben das Rennen gut überstanden, sodass ich mein Training zeitnah wieder aufnehmen konnte und hoffentlich bald erneut an einer Startlinie stehen kann.


Das Rennen im Kraichgau war mir bereits von vor 2 Jahren bekannt. Ich ging mit einem guten Gefühl meiner Schwimm- und Radleistung ins Rennen und war sehr gespannt wie der Lauf sich anfühlen würde. Das vorher ausgegebene Ziel war die Qualifikation für die IM 70.3 WM im Dezember in Taupo/NZL. Im Kraichgau gab es dafür genau 2 Plätze pro Geschlecht.


Nach einer gewohnt soliden Schwimmleistung verließ ich das Wasser ganz vorne zusammen mit einer kleineren Gruppe. Leider klappte mein Wechsel nicht besonders gut...vielleicht war ich doch etwas außer Übung geraten. Jedenfalls war der Reißverschluss meines Einteilers unter dem Neo aufgegangen und so stand ich mit zittrigen Händen an meinem Wechselplatz und versuchte das Ende wieder einzufädeln. Einige Sekunden habe ich liegen gelassen, aber ich schaffte es trotzdem am Ende der Gruppe mit auf mein Fahrrad zu springen.

Auf der Radstrecke spührte ich schon früh, dass meine Beine heute nicht besonders frisch waren. Daher verhielt ich mich recht defensiv und versuchte einfach die Gruppe zu halten. Zwischenzeitlich ging bereits das Kopfkino los, wie wohl der heutige Lauf werden würde, wenn die Beine ebreits auf dem Rad so müde waren. Es half alles nichts, ich musste dran bleiben und das Beste aus dem Tag herausholen. Auch wenn ich zwischenzeitlich von der Gruppe abreißen lassen musste, schaffte ich immer wieder den Anschluss herzustellen und stieg mit dem großteil der Gruppe vom Fahrrad. Lediglich zwei Sportler hatten sich zwischenzeitlich nach vorne Absetzen können. Nach einem gelungenen Wechsel in T2 machte ich mich an Position 4 liegend an die Verfolgung.


Schnell konnte ich mich auf P3 vorarbeiten. Die Beine fühlten sich deutlich besser als auf dem Rad an. Nach einer von drei Laufrunden befand ich mich bereits auf P2. Der Abstand nach vorne blieb konstant bei 1min. Von hinten machte mittlerweile Jonas Hoffmann, ein als schneller Läufer bekannter Triathlet, mächtig druck und verkürzte seinen Rückstand auf etwa 50 Sekunden. Nach der zweiten Laufrunde hatte ich das Bild kaum verändert, sowohl nach vorne, als auch nach hinten blieben die Abstände identisch. Mir war klar, dass ich meinen aktuellen Platz auf jeden Fall halten musste, um die Qualifikation für die WM zu sichern. Erst als nur noch eine halbe Runde zu laufen war und die Abstände sich immer noch nicht ändertern, war ich mir meiner Qualifikation sicher.


Im Ziel freute ich mich riesig über den doch gelungenen Einstieg! Sicherlich gibt es noch einiges zu optimieren, aber der Grundstein ist gelegt. Die Tatsache, dass ich auch im Nachgang an das Rennen keine orthopädischen Rückschläge erlitt, machen mich zuversichtlich für alles weitere in dieser Saison.


Bis hoffetnlich bald mit einem weiteren Rennbericht

Justus

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